Schülerinnen werden zu Zimmerpflanzen-Profis
Im Rahmen des praktischen Gartenbauunterrichts setzten sich die Schülerinnen der 1 C Klasse intensiv mit verschiedenen Methoden der vegetativen Vermehrung von Zimmerpflanzen auseinander. Ziel war es, sowohl theoretische Grundlagen zu erarbeiten als auch praktische Fertigkeiten im Umgang mit unterschiedlichen Vermehrungstechniken zu entwickeln.
Ein Schwerpunkt lag auf der Vermehrung an der Mutterpflanze. Hierbei lernten die Schülerinnen Verfahren wie Abmoosen, Absenker, Ausläufer sowie die Bildung von Brutzwiebeln und Kindeln bei Bromelien kennen. Diese Methoden ermöglichen eine schonende und erfolgreiche Weiterkultur von Pflanzen bei gleichzeitig hoher Anwuchssicherheit.
Darüber hinaus wurden Vermehrungstechniken unabhängig von der Mutterpflanze behandelt. Dazu zählten insbesondere Blattgliedstecklinge, Blattstecklinge sowie Kopf- und Teilstecklinge. In der praktischen Umsetzung wurden aus ausgewählten Arten – darunter Osterkaktus, Rhipsalis und Zwergpfeffer – Stecklinge geschnitten und fachgerecht zur Bewurzelung vorbereitet. Die weitere Kultur erfolgte über mehrere Monate hinweg im Gartenraum, wobei die Entwicklung der Jungpflanzen kontinuierlich beobachtet wurde.
Ein weiterer Bestandteil des Projekts Zimmerpflanzen war die gestalterische Umsetzung. Für die spätere Pflanzung fertigten die Schülerinnen individuelle Tonschalen in Schneckentechnik an. Nach erfolgreicher Bewurzelung konnten die Jungpflanzen schließlich in diese Gefäße eingesetzt werden. Dabei kam mit Seramis ein alternatives Substrat zum Einsatz.
Bei guter Pflege der Pflanzen sollen sie Schülerinnen sich lange an den erlernten Praxisinhalt erinnern können.
Text und Foto: Theresia Ruhdorfer